4 Wochen Auslandspraktikum in
Sevilla, Spanien. 1 Jahr Schulkenntnisse und jetzt lebt man schon eine Woche im
fremden Land. Am Anfang ging man mit gemischten Gefühlen in sein Zimmer in
Deutschland zum Koffer packen. Es waren noch so viele Fragen offen. Schafft man
das Gewicht des Koffers für das Flugzeug zu halten, obwohl man für 4 Wochen
packen muss? Hat man alle nötigen Utensilien die vorher noch nicht vorhanden
waren eingekauft? Wie wird das alles mit der Gastfamilie ablaufen? Wie werden
diese wohl sein? Vielleicht freundlich
oder doch eher chaotisch? Werden sie einen liebevoll aufnehmen oder wird man am
Anfang Probleme haben? Dann noch die Fragen über das fremde Land und die Sprache,
wird man die Sprache überhaupt etwas verstehen können? Wie unterschiedlich wird
der Tagesablauf sein? Gibt es überhaupt große Unterschiede zu Deutschland? Man
hat schon ein flaues Gefühl im Magen. Somit ist es auch verständlich am Flughafen
das Gefühl zu haben, dass man in das kalte Wasser geworfen wird. Da unserer
Gruppe natürlich auch direkt die Aufgabe aufgetragen wurde, dass zwei Koffer
fehlten, ging die Prozedur Spanisch lernen direkt los. Somit tief durchatmen und
direkt den Kopf auf Spanisch einschalten. Funktionierte für den Anfang sogar ganz
gut. Fanden wir zumindest.
Erster Eindruck des anderen
Landes: Ende September sehr warm und unglaublich schön.
Selbst auf der Busfahrt zum
Treffpunkt unserer Gasteltern konnte man schon einige Eindrücke sammeln, die
die Schönheit Sevillas erahnen ließen. Allerdings konnte man dies nicht lange
genießen, denn jetzt begann schon der nächste Schritt. Erstes
Aufeinandertreffen mit der Gastfamilie. Wenn das flaue Gefühl im Magen gerade
einmal kurz verschwunden war, so war es
bestimmt jetzt wieder da. Doch die erste Lektion, die man über Spanier lernen
kann, ist das es keine fröhlicheren und liebevolleren Menschen als Spanier gibt.
Man wurde liebevoll begrüßt und somit konnten wir alle tief in Erleichterung fallen,
was die Fragen der Gastfamilie betrifft. Zweite Lektion: Sie sagen, direkt wie
es für sie „Zuhause“ abzulaufen hat. Positiv zu vermerken, denn somit konnte
man sich direkt auf alles Neue einstellen. Nach erstem Koffer auspacken, erstem
gemeinsamen Abendessen und kurzen Spaziergang der gesamten Truppe durch Sevilla
ging dann auch der erste Tag unseres Abenteuer Auslandspraktikum in Sevilla zu
Ende. Somit sind die ersten Eindrücke verdaut und es kann übergehen zu den
nächsten Fragen. Wie zum Beispiel, wie sieht unser Tagesablauf aus? Wie werden
unsere Arbeitsplätze aussehen? Kommen wir mit unseren Kollegen zurecht? Mag man
das spanische Essen? Findet man sich in so einer großen Stadt, wie Sevilla,
überhaupt zurecht? Das waren dann wirkliche Ängste, die einen befassten und bis
spät abends wach halten konnten. Doch man lernte schnell, die Spanier sind sehr
kommunikative Leute. Spätestens nach dem dritten Tag waren dann auch alle
Fragen beseitigt, und man fand sich einigermaßen zurecht. Denn am zweiten Tag
gab es auch direkt alle Informationen bei der Firma Incoma. Dort setzte eine
Mitarbeiterin sich mit uns zusammen und klärte alles, was es für die
bevorstehende Zeit noch zu klären gab. Zwei Personen wurde dann schon an diesem
Tag ihre Arbeitsstelle und der Arbeitsweg erklärt, denn alle von uns mussten
vor unserem Praktikumsbeginn ein kurzes Interview mit unserem Betrieb ablegen.
Eigentlich hat dies nur das kurze Vorstellen der Praktikanten und des Tutores
im Betrieb beinhaltet, sowie eine kurze Darstellung der Aufgaben. So kann man
auch sagen, war nie Nervösität und die ganze Panik vor diesem Gespräch komplett
umsonst. Am dritten Tag erfuhren dann auch wirklich alle ihre Praktikumsplätze
und hatten spätestens am Mittwoch auch ihr Interview hinter sich. Am Dienstag
begann dann auch unser 1,5 Wochen langer Sprachkurs in der Sprachschule YES.
Für den Anfang aufjedenfall sehr hilfreich, denn so konnte man noch einmal
alles an Wortschatz, Vokabular und Grammatik auffrischen. Seit Donnerstag haben
wir auch alle unseren ersten Arbeitstag überstanden und finden uns so langsam
in der „neuen Welt“ auch zurecht. Schließlich sind wir jetzt schon ganze 7 Tage
hier. Haben die größten ersten Ängste bereits überwunden, hatten schon das
erste freie Wochenende. So kehrt so langsam das Alltagsgefühl ein, denn die
Sprache zu verstehen fällt einem auch schon viel leichter. Das was noch zu
lernen ist, ist das selber Sprechen und sich richtig ausdrücken. Doch dafür
haben wir auch noch die restlichen drei Wochen zeit.
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