Montag, 20. Oktober 2014

Die 1.Woche im fremden Land

4 Wochen Auslandspraktikum in Sevilla, Spanien. 1 Jahr Schulkenntnisse und jetzt lebt man schon eine Woche im fremden Land. Am Anfang ging man mit gemischten Gefühlen in sein Zimmer in Deutschland zum Koffer packen. Es waren noch so viele Fragen offen. Schafft man das Gewicht des Koffers für das Flugzeug zu halten, obwohl man für 4 Wochen packen muss? Hat man alle nötigen Utensilien die vorher noch nicht vorhanden waren eingekauft? Wie wird das alles mit der Gastfamilie ablaufen? Wie werden diese wohl sein?  Vielleicht freundlich oder doch eher chaotisch? Werden sie einen liebevoll aufnehmen oder wird man am Anfang Probleme haben? Dann noch die Fragen über das fremde Land und die Sprache, wird man die Sprache überhaupt etwas verstehen können? Wie unterschiedlich wird der Tagesablauf sein? Gibt es überhaupt große Unterschiede zu Deutschland? Man hat schon ein flaues Gefühl im Magen. Somit ist es auch verständlich am Flughafen das Gefühl zu haben, dass man in das kalte Wasser geworfen wird. Da unserer Gruppe natürlich auch direkt die Aufgabe aufgetragen wurde, dass zwei Koffer fehlten, ging die Prozedur Spanisch lernen direkt los. Somit tief durchatmen und direkt den Kopf auf Spanisch einschalten. Funktionierte für den Anfang sogar ganz gut. Fanden wir zumindest.
Erster Eindruck des anderen Landes: Ende September sehr warm und unglaublich schön.

Selbst auf der Busfahrt zum Treffpunkt unserer Gasteltern konnte man schon einige Eindrücke sammeln, die die Schönheit Sevillas erahnen ließen. Allerdings konnte man dies nicht lange genießen, denn jetzt begann schon der nächste Schritt. Erstes Aufeinandertreffen mit der Gastfamilie. Wenn das flaue Gefühl im Magen gerade einmal kurz verschwunden  war, so war es bestimmt jetzt wieder da. Doch die erste Lektion, die man über Spanier lernen kann, ist das es keine fröhlicheren und liebevolleren Menschen als Spanier gibt. Man wurde liebevoll begrüßt und somit konnten wir alle tief in Erleichterung fallen, was die Fragen der Gastfamilie betrifft. Zweite Lektion: Sie sagen, direkt wie es für sie „Zuhause“ abzulaufen hat. Positiv zu vermerken, denn somit konnte man sich direkt auf alles Neue einstellen. Nach erstem Koffer auspacken, erstem gemeinsamen Abendessen und kurzen Spaziergang der gesamten Truppe durch Sevilla ging dann auch der erste Tag unseres Abenteuer Auslandspraktikum in Sevilla zu Ende. Somit sind die ersten Eindrücke verdaut und es kann übergehen zu den nächsten Fragen. Wie zum Beispiel, wie sieht unser Tagesablauf aus? Wie werden unsere Arbeitsplätze aussehen? Kommen wir mit unseren Kollegen zurecht? Mag man das spanische Essen? Findet man sich in so einer großen Stadt, wie Sevilla, überhaupt zurecht? Das waren dann wirkliche Ängste, die einen befassten und bis spät abends wach halten konnten. Doch man lernte schnell, die Spanier sind sehr kommunikative Leute. Spätestens nach dem dritten Tag waren dann auch alle Fragen beseitigt, und man fand sich einigermaßen zurecht. Denn am zweiten Tag gab es auch direkt alle Informationen bei der Firma Incoma. Dort setzte eine Mitarbeiterin sich mit uns zusammen und klärte alles, was es für die bevorstehende Zeit noch zu klären gab. Zwei Personen wurde dann schon an diesem Tag ihre Arbeitsstelle und der Arbeitsweg erklärt, denn alle von uns mussten vor unserem Praktikumsbeginn ein kurzes Interview mit unserem Betrieb ablegen. Eigentlich hat dies nur das kurze Vorstellen der Praktikanten und des Tutores im Betrieb beinhaltet, sowie eine kurze Darstellung der Aufgaben. So kann man auch sagen, war nie Nervösität und die ganze Panik vor diesem Gespräch komplett umsonst. Am dritten Tag erfuhren dann auch wirklich alle ihre Praktikumsplätze und hatten spätestens am Mittwoch auch ihr Interview hinter sich. Am Dienstag begann dann auch unser 1,5 Wochen langer Sprachkurs in der Sprachschule YES. Für den Anfang aufjedenfall sehr hilfreich, denn so konnte man noch einmal alles an Wortschatz, Vokabular und Grammatik auffrischen. Seit Donnerstag haben wir auch alle unseren ersten Arbeitstag überstanden und finden uns so langsam in der „neuen Welt“ auch zurecht. Schließlich sind wir jetzt schon ganze 7 Tage hier. Haben die größten ersten Ängste bereits überwunden, hatten schon das erste freie Wochenende. So kehrt so langsam das Alltagsgefühl ein, denn die Sprache zu verstehen fällt einem auch schon viel leichter. Das was noch zu lernen ist, ist das selber Sprechen und sich richtig ausdrücken. Doch dafür haben wir auch noch die restlichen drei Wochen zeit.

Svenja Elbeshausen

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